START REPLICAT

Mit START REPLICAT können Sie Replicat starten. Um zu bestätigen, dass Replicat gestartet wurde, verwenden Sie den Befehl INFO REPLICAT oder STATUS REPLICAT.

Beim Starten einer integrierten Replicat-Gruppe für eine Oracle-Zieldatenbank registriert START REPLICAT Replicat automatisch bei der Zieldatenbank.

Ein koordiniertes Replicat kann nur als Ganzes gestartet werden. Es gibt keine Möglichkeit, einzelne Threads zu starten. Wenn ein koordiniertes Replicat zuvor nicht ordnungsgemäß heruntergefahren wurde, wurden die Threads unter Umständen an unterschiedlichen Positionen in der Traildatei gestoppt. In diesem Fall schreibt START REPLICAT eine Warnung, wenn die Parameterdatei seit der vorherigen Ausführung geändert wurde, sowie einen Fehler, wenn die Anzahl der Threads geändert wurde.

Normaler Startpunkt

Replicat kann bei seinem normalen Startpunkt (von anfänglichen oder aktuellen Checkpoints) oder von einer alternativen, vom Benutzer angegebenen Position im Trail gestartet werden.

START REPLICAT ohne Optionen führt dazu, dass Replicat mit der Verarbeitung bei einem der folgenden Punkte beginnt, um die Datenintegrität aufrecht zu erhalten:

Alternativer Startpunkt

Mit den Optionen SKIPTRANSACTION, ATCSN und AFTERCSN von START REPLICAT wird Replicat als Ganzes oder von bestimmten Threads eines koordinierten Replicats bei einer anderen Transaktion im Trail als dem normalen Startpunkt gestartet. Mit diesen Optionen können Sie folgende Aktionen ausführen:

Syntax

START REPLICAT group_name
[SKIPTRANSACTION | {ATCSN csn | AFTERCSN csn}]
[FILTERDUPTRANSACTIONS | NOFILTERDUPTRANSACTIONS]
[THREADS (threadID[, threadID][, ...][, thread_range[, thread_range][, ...])

group_name

Der Name einer Replicat-Gruppe oder ein Platzhalter (*) zur Angabe mehrerer Gruppen. Beispiel: Mit T* werden alle Replicat-Gruppen gestartet, deren Namen mit T beginnen.

SKIPTRANSACTION

Damit überspringt Replicat die erste Transaktion nach der erwarteten Startposition im Trail. Alle Vorgänge ab dieser ersten Transaktion sind ausgeschlossen.

Wenn Sie auch den Parameter MAXTRANSOPS für dieses Replicat verwendet, kann die Traildatei an einer Stelle inmitten einer Transaktion gelesen werden. In diesem Fall wird der Rest der Teiltransaktion übersprungen, und Replicat setzt die normale Verarbeitung ab dem nächsten Begin-Transaktionsdatensatz in der Datei fort. Die übersprungenen Datensätze werden in die Discard-Datei geschrieben, wenn der Parameter DISCARDFILE verwendet wird. Andernfalls wird eine Meldung wie die folgende in die Berichtsdatei geschrieben:

User requested START SKIPTRANSACTION. The current transaction will be skipped. Transaction ID txid, position Seqno seqno, RBA rba

SKIPTRANSACTION ist nur gültig, wenn der Trail, der aus diesem Replicat gelesen wird, Teil einer Konfiguration zur Onlinesynchronisation von Änderungen (mit Checkpoint) ist. Nicht gültig für anfängliche Ladevorgänge mit Aufgabentypen (bei denen SPECIALRUN mit ADD REPLICAT verwendet wird).

ATCSN csn AFTERCSN csn

Legt einen benutzerdefinierten Startpunkt bei einer bestimmen CSN fest. Wenn ATCSN oder AFTERCSN verwendet wird, wird eine Meldung wie die Folgende in die Berichtsdatei geschrieben:

User requested start at commit sequence number (CSN) csn-string
User requested start after commit sequence number (CSN) csn-string

Allgemeine Informationen zu diesen Optionen:

FILTERDUPTRANSACTIONS | NOFILTERDUPTRANSACTIONS

Dadurch ignoriert Replicat bereits verarbeitete Transaktionen. Verwenden Sie diese Version, wenn Extract an einem neuen Startpunkt positioniert wird (siehe die Option ATCSN oder AFTERCSN von "START EXTRACT") und Sie sicher sind, dass doppelte Transaktionen im Trail vorhanden sind, die zu einer anormalen Replicat-Ende führen könnten. Für diese Option müssen Sie eine Checkpoint-Tabelle verwenden. Der Standardwert ist FILTERDUPTRANSACTIONS. Wenn Sie allerdings NOFILTERDUPTRANSACTIONS verwenden, wird die Standardeinstellung des integrierten Replicats außer Kraft gesetzt, so dass die Duplikate nicht gefiltert werden. So hat die Option dieselben Auswirkungen auf klassische und integrierte Replicats.

THREADS (threadID[, threadID][, ...][, thread_range[, thread_range][, ...])

Gültig für SKIPTRANSACTION, ATCSN und AFTERCSN, wenn Replicat im koordinierten Modus ausgeführt wird. Nicht gültig für START REPLICAT ohne diese Optionen. Startet die angegebenen Replicat-Threads an der angegebenen Stelle.

threadID[, threadID][, ...]

Gibt eine Thread-ID oder eine kommagetrennte Liste mit Threads im Format threadID, threadID, threadID an.

thread_range[, thread_range][, ...]

Gibt einen Threadbereich in Form von threadIDlow-threadIDhigh oder einer durch Komma getrennten Liste von Bereichen im Format von threadIDlow-threadIDhigh, threadIDlow-threadIDhigh an.

Eine Kombination aus diesen Formaten ist zulässig, wie threadID, threadID, threadIDlow-threadIDhigh.

Beispiele


START REPLICAT reps

Der folgende Befehl startet Replicat bei einer Oracle-spezifischen CSN.

START REPLICAT reps, ATCSN 6488359

Der folgende Befehl startet Replicat bei einer SQL Server-spezifischen CSN nach der Transaktion mit der angegebenen CSN.

START REPLICAT reps, AFTERCSN 0X000004D2:0000162E:0009

Mit dem folgenden Befehl wird die erste Transaktion nach dem letzten Checkpoint beim Start von Replicat bei Threads 4 und 5 eines koordinierten Replicats übersprungen. Bei einem koordinierten Replicat mit 10 Threads werden Threads 0 bis 3 und 6 bis 10 am normalen Startpunkt (dem des letzten Checkpoints) gestartet.

START REPLICAT reps SKIPTRANSACTION THREADS(4-5)

Das folgende Beispiel führt dazu, dass die Threads 1-3 eines koordinierten Replicats bei CSN 6488359 beginnen.

START REPLICAT reps ATCSN 6488359 THREADS(1-3)