Info zum Oracle-Datenbankzugriff

Der Zugriff auf Oracle Database ist nur über ein Clientprogramm wie SQL*Plus oder SQL Developer möglich.

Die Schnittstelle des Clientprogramms mit Oracle Database ist in Structured Query Language (SQL) gehalten. Oracle bietet als SQL-Erweiterung Procedural Language/SQL (PL/SQL) an.

Info über SQL*Plus

SQL*Plus (wird Sequel plus ausgesprochen) ist ein interaktives und Batchabfragetool, das bei jeder Oracle Database-Installation installiert wird. Es verfügt über eine Befehlszeilen-Benutzeroberfläche, die bei der Anmeldung bei der Datenbank als Client agiert.

SQL*Plus verfügt über eigene Befehle und eine eigene Umgebung. In der SQL*Plus-Umgebung können Sie SQL*Plus-Befehle, SQL-Anweisungen, PL/SQL-Anweisungen und Betriebssystembefehle eingeben und ausführen, um die folgenden Aufgaben auszuführen:

Sie können SQL*Plus verwenden, um Berichte interaktiv und als Batchprozesse zu generieren. Sie können die Ergebnisse in eine Textdatei, auf dem Bildschirm oder zum Durchsuchen im Internet in eine HTML-Datei ausgeben. Mit der HTML-Ausgabefunktion können Sie Berichte dynamisch generieren.

Sie können SQL*Plus in SQL Developer nutzen. Weitere Informationen finden Sie in der Oracle SQL Developer - Benutzerdokumentation.

Siehe:

Info zu SQL Developer

SQL Developer (ausgesprochen Sequel Developer) ist eine grafische Benutzeroberfläche für Oracle Database, die in der Standardinstallation von Oracle Database und kostenlos vom Oracle Technology Network heruntergeladen werden kann.

SQL Developer dient als moderne integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) für SQL und PL/SQL und stellt eine grafische Benutzeroberfläche für die Verwaltung von Datenbankobjekten bereit. Sie können auch Berichte erstellen, Datenmodelle entwerfen, Drittanbieterdatenbanken zu Oracle migrieren, REST-fähige Tabellen und Views sowie Oracle REST Data Services bereitstellen und verwalten. Mit dem SQL Worksheet können Sie SQL-Anweisungen, PL/SQL-Anweisungen und SQL*Plus-Befehle und -Skripts eingeben und ausführen.

Hinweis: SQL Developer bietet häufig verschiedene Möglichkeiten, eine Aufgabe zu erledigen. In diesem Dokument wird jedoch nicht jede mögliche Methode erläutert.

Siehe:

Structured Query Language (SQL)

Structured Query Language (SQL) (ausgesprochen Sequel) ist eine satzbasierte High-Level-Computersprache, mit der alle Programme und Benutzer auf Daten in Oracle Database zugreifen können.

SQL ist eine deklarative bzw. nicht prozeduralen Sprache. Das heißt, sie beschreibt, was zu tun ist, aber nicht wie. Sie geben die gewünschte Ergebnisgruppe an (z.B. die Namen der aktuellen Mitarbeiter), aber nicht, wie sie abgerufen werden soll.

Siehe:

Procedural Language/SQL (PL/SQL)

Procedural Language/SQL (PL/SQL) (Aussprache: P L Sequel) ist eine native Oracle Database-Erweiterung zu SQL. Sie überbrückt die Lücke zwischen der deklarativen und der imperativen Programmsteuerung, indem sie ihr prozedurale Elemente hinzufügt, z.B. bedingte Steuerelemente und Loops.

In PL/SQL können Sie Konstanten und Variablen, Prozeduren und Funktionen, Typen und Variablen dieser Typen sowie Trigger deklarieren. Sie können Ausnahmen (Laufzeitfehler) behandeln. Sie können PL/SQL-Einheiten erstellen (Prozeduren, Funktionen, Packages, Typen und Trigger), die in der Datenbank zur Wiederverwendung durch Anwendungen gespeichert werden, die eine der programmgesteuerten Oracle Database-Schnittstellen verwenden.

Die Basiseinheit eines PL/SQL-Quellprogramms ist der Block, der zugehörige Deklarationen und Anweisungen gruppiert. Ein Block hat einen optionalen deklarativen Teil, einen erforderlichen ausführbaren Teil und einen optionalen Ausnahme-verarbeitenden Teil.

Siehe:

Weitere Clientprogramme, Sprachen und Entwicklungstools

Mehrere andere Client-Programme, -Sprachen und -Tools sind verfügbar.

Hinweis: Einige der Produkte in der vorherigen Liste werden nicht mit Oracle Database geliefert und müssen separat heruntergeladen werden.

Siehe:

Oracle Application Express

Oracle Application Express ist ein Entwicklungs- und Deployment-Tool, mit dem Sie auch bei wenig Programmiererfahrung schnell sichere und skalierbare Webapplikationen erstellen können. Der eingebettete Tool Application Builder assembliert eine HTML-Oberfläche oder eine vollständige Anwendung mit Schemaobjekten wie Tabellen oder Stored Procedures in eine Sammlung von Seiten, die über Registerkarten, Schaltflächen oder Hypertext-Links verknüpft sind.

Siehe auch: Oracle Application Express App Builder - Benutzerdokumentation für weitere Informationen zu Oracle Application Express

Oracle Java Database Connectivity (JDBC)

Oracle Java Database Connectivity (JDBC) ist eine API, mit der Java SQL-Anweisungen an eine objektrelationale Datenbank wie Oracle Database senden kann. Oracle Database JDBC bietet vollständige Unterstützung der Standards JDBC 3.0 und JDBC RowSet (JSR-114), erweitertes Verbindungs-Caching für XA- und Nicht-XA-Verbindungen, Sichtbarmachung von SQL- und PL/SQL-Datentypen für Java sowie schnellen SQL-Datenzugriff.

Siehe:

Weitere Informationen zu JDBC finden Sie unter:

Hypertext Preprocessor (PHP)

Der Hypertext Preprocessor (PHP) ist eine leistungsfähige serverseitige Skriptsprache für das schnelle Entwickeln von Webapplikationen. PHP ist eine Open Source-Sprache, die unter BSD-ähnlicher Lizenz vertrieben wird. PHP wurde entwickelt, um Anfragen für den Datenbankzugriff direkt in HTML-Seiten einzubinden.

Oracle Call Interface (OCI)

Oracle Call Interface (OCI) ist die native C-Sprach-API für den direkten Zugriff auf Oracle Database über C-Anwendungen.

Das OCI Software Development Kit wird in Rahmen des Oracle Instant Client installiert, die es Ihnen erlaubt, Anwendungen ohne den standardmäßigen Oracle-Client zu installieren oder ein ORACLE_HOME zu haben. Ihre Anwendungen können ohne Änderung ausgeführt werden, sodass Sie erheblich weniger Plattenspeicher benötigen.

Siehe:

Oracle C++ Call Interface (OCCI)

Oracle C++ Call Interface (OCCI) ist die native C++-Sprach-API für den direkten Zugriff auf Oracle Database aus C++-Anwendungen. OCCI unterstützt wie OCI sowohl relationale als auch objektorientierte Programmiersprachen.

Das OCCI Software Development Kit wird zudem als Bestandteil von Oracle Instant Client installiert, die es Ihnen erlaubt, Anwendungen ohne Installation des standardmäßigen Oracle-Clients auszuführen oder ein ORACLE_HOME zu haben. Ihre Anwendungen können ohne Änderung ausgeführt werden, sodass Sie erheblich weniger Plattenspeicher benötigen.

Siehe:

Open Database Connectivity (ODBC)

Open Database Connectivity (ODBC) ist eine Gruppe von Datenbankzugriffs-APIs, die sich bei der Datenbank anmelden, SQL-Anweisungen vorbereiten und dann in der Datenbank ausführen. Eine Anwendung, die einen ODBC-Treiber nutzt, kann auf nicht einheitlichen Datenquellen zugreifen, wie Arbeitsblätter und kommagetrennte Dateien.

Der Oracle ODBC-Treiber entspricht den ODBC 3.51-Spezifikationen. Er unterstützt alle Kern-APIs und eine Teilgruppe der Level 1- und Level 2-Funktionen. Microsoft bietet die Treibermanagerkomponente für die Windows-Plattform.

Ebenso wie OCI, OCCI und JDBC, ist ODBC ein Bestandteil der Oracle Instant Client-Installation.

Siehe:

Pro*C/C++ Precompiler

Mit dem Pro*C/C++-Precompiler können Sie SQL-Anweisungen in eine C- oder C++-Quelldatei einbetten. Der Precompiler akzeptiert das Quellprogramm als Eingabe, übersetzt die eingebetteten SQL-Anweisungen in standardmäßige Oracle-Laufzeitbibliotheksaufrufe und generiert ein modifiziertes Quellprogramm, das Sie kompilieren, verknüpfen und ausführen können.

Siehe:

Pro*COBOL Precompiler

Mit dem Pro*COBOL-Precompiler können Sie SQL-Anweisungen in eine COBOL-Quelldatei einbetten. Der Precompiler akzeptiert das Quellprogramm als Eingabe, übersetzt die eingebetteten SQL-Anweisungen in standardmäßige Oracle-Laufzeitbibliotheksaufrufe und generiert ein modifiziertes Quellprogramm, das Sie kompilieren, verknüpfen und ausführen können.

Siehe:

Microsoft .NET Framework

Microsoft .NET Framework ist eine mehrsprachige Umgebung zum Erstellen, Bereitstellen und Ausführen der Anwendungen und XML-Webservices.

Die Hauptkomponenten von Microsoft .NET Framework sind:

Oracle Data Provider for .NET (ODP.NET)

Oracle Data Provider for .NET (ODP.NET) bietet schnellen und effizienten ADO.NET-Datenzugriff von .NET-Anwendungen zu Oracle Database. Mit ODP.NET können Entwickler die erweiterten Oracle Database-Funktionen nutzen, die in Oracle Database vorhanden sind, einschließlich SecureFiles, XML DB und Advanced Queuing.

Oracle Developer Tools for Visual Studio (ODT)

Oracle Developer Tools for Visual Studio (ODT) besteht aus Entwicklungstools, die in die Visual Studio-Umgebung integriert sind. Diese Tools bieten Zugriff auf Oracle-Funktionen über eine grafische Benutzeroberfläche, sodass Benutzer in der Lage sind, eine Vielzahl von Anwendungsentwicklungsaufgaben durchzuführen und ihre Produktivität bei der Entwicklung zu steigern und die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Oracle Developer Tools unterstützt die Programmierung und Implementierung von in .NET-Stored Procedures durch Visual Basic, C# und andere .NET-Sprachen.

.NET-Stored Procedure

Oracle Database Extensions for .NET ist eine Datenbankoption für Oracle Database unter Windows. Mit dieser Option können in .NET Stored Procedures oder Funktionen mit einer Oracle-Datenbank unter Microsoft Windows unter Verwendung von Visual Basic .NET oder Visual C# erstellt und ausgeführt werden.

Nachdem Sie .NET-Prozeduren und -Funktionen in einer .NET-Assemblierung erstellt haben, können Sie sie mit dem Oracle Deployment Wizard for .NET, einer Komponente von Oracle Developer Tools for Visual Studio, in Oracle Database bereitstellen.

Oracle Providers for ASP.NET

Mit Oracle Providers for ASP.NET sind ASP.NET-Entwickler in der Lage, den Anwendungsstatus von Webanwendungen in einer Oracle-Datenbank zu speichern. Diese Provider bauen auf den vorhandenen Providern von Microsoft ASP.NET auf und weisen ähnliche Schemas und Programmieroberflächen auf, sodass .NET-Entwickler rasch mit der Oberfläche vertraut werden. Oracle unterstützt Zugehörigkeit, Profil, Rolle und andere Provider.

Siehe:

Oracle Provider for OLE DB (OraOLEDB)

Oracle Provider for OLE DB (OraOLEDB) ist eine Datenzugriffsmethode auf der Basis offener Standards, die eine Gruppe von COM-Schnittstellen (Component Object Model) verwendet, um auf verschiedene Datentypen zuzugreifen und diese zu bearbeiten. Diese Schnittstellen sind von verschiedenen Datenbankprovidern verfügbar.

Siehe auch: Oracle Provider for OLE DB Developer's Guide for Microsoft Windows für weitere Informationen zu OraOLEDB