Globale Verbindungen erstellen

Globale Verbindungen ermöglichen die Integration von Oracle Fusion Cloud Enterprise Data Management in externe Systeme. Einige globale Verbindungstypen werden verwendet, um Daten mit externen Anwendungen gemeinsam zu verwenden, während mit anderen Daten zur Validierung und Verifizierung an externe Services gesendet werden.

Die folgenden Verbindungstypen werden unterstützt:

  • Externe Validierung: Senden Sie Anforderungsinformationen über einen REST-API-Aufruf an ein externes System, und erhalten Sie Validierungsinformationen zurück.
  • Microsoft Azure Blob Storage: Senden Sie Daten an einen Microsoft Azure Blob Storage-Dateicontainer.
  • Oracle Address, Email, and Phone Verification: Prüfen Sie Adressen in Anforderungen, indem Sie eine Verbindung zu einem externen Verifizierungsservice herstellen.
  • Oracle Cloud EPM: Senden Sie Daten an eine Enterprise Performance Management-Inbox für die Verwendung durch einen Prozess für den Metadatenimport.
  • Oracle Cloud ERP: Senden Sie Daten für die Verwendung durch einen Prozess für den dateibasierten Datenimport (File Based Data Import, FBDI) an ein Universal Content Management-(UCM-)Dokumentkonto.
  • Oracle Object Storage: Fungiert als Technologieadapter für allgemeinere externe Systeme.

Anwendungsfälle

Datenaustausch

  • Mit globalen Verbindungen zu Microsoft Azure Blob Storage können Sie die Ausgabe von Extraktionen und Extraktionspaketen in einen Microsoft Azure Blob Storage-Dateicontainer übertragen.
  • Globale Verbindungen zu Oracle Cloud ERP können zum Übertragen von Daten, wie z.B. Kontokombinationen, Zuordnungssets und zugehörigen Wertesets, für den Import in Financials Cloud verwendet werden.
  • Globale Verbindungen zu Oracle Cloud EPM können folgendermaßen verwendet werden:
    • Universelle Anwendungen, mit denen der Geschäftsprozess Account Reconciliation verwaltet wird, können anhand von globalen Verbindungen Profile an die Anwendungsinbox senden.
    • Universelle Anwendungen, mit denen Dimensionen für den Geschäftsprozess Profitability and Cost Management verwaltet werden, können anhand von globalen Verbindungen Metadatendateien an profitinbox senden.
    • Zum Senden von Mappingdateien an eine Datenmanagementinbox

Validierung und Verifizierung

Sie können Verbindungstypen einschränken, sodass sie nur von bestimmten Anwendungen in Cloud EDM verwendet werden können. Globale Verbindungen zum Oracle Address, Email, and Phone Verification-Service gelten für alle Anwendungen.

Globale Verbindungen erstellen

Hinweis:

Sie müssen ein Serviceadministrator sein, um globale Verbindungen erstellen zu können.

Wichtige Aspekte

  • Nachdem Sie eine globale Verbindung erstellt haben, können Sie sie in einer Extraktion verwenden. Sie können eine globale Verbindung in mehreren Extraktionen verwenden, jede Extraktion kann jedoch nur eine globale Verbindung verwenden.

    Hinweis:

    Sie können einen Oracle Address, Email, and Phone Verification-Verbindungstyp nicht in einem Extrakt verwenden.
  • Sie können den Verbindungstyp nach dem Erstellen einer globalen Verbindung nicht ändern.
  • Globale Verbindungen werden für Importe und Exporte von Anwendungen nicht verwendet. Stattdessen werden die Verbindungsinformationen verwendet, die Sie beim Registrieren der Anwendung angegeben haben.

  • Die Parameter, die Sie für eine globale Verbindung angeben, werden durch den Verbindungstyp bestimmt.
  • Globale Verbindungen zu Oracle Cloud EPM- und Oracle Cloud ERP-Anwendungen unterstützen Basisauthentifizierung und OAuth2-Authentifizierung. Sie müssen einen OAuth2-Client für jede globale Verbindung registrieren. Informationen hierzu finden Sie unter OAuth2 für Anwendungsverbindungen und globale Verbindungen verwenden.
  • Globale Verbindungen zu Oracle Object Storage unterstützen die Basisauthentifizierung und die Authentifizierung per API-Signaturschlüssel.
  • Die globale Verbindung zu Oracle Address, Email und Phone Verification unterstützt nur die OAuth2-Authentifizierung.
  • Globale Verbindungen für externe Validierungen unterstützen nur die Basisauthentifizierung.

So erstellen Sie globale Verbindungen:

  1. Klicken Sie im Cluster "Verbindungen" auf Erstellen.
  2. Wählen Sie den Verbindungstyp aus:
    • Externe Validierung
    • Microsoft Azure Blob Storage
    • Oracle Address, Email, and Phone Verification

      Hinweis:

      Sie können nur eine globale Verbindung für Oracle Address, Email, and Phone Verification erstellen.
    • Oracle Cloud EPM
    • Oracle Cloud ERP
    • Oracle Object Storage
  3. Geben Sie einen Namen und optional eine Beschreibung für die Verbindung ein, und klicken Sie auf Erstellen.

    Die globale Verbindung wird im Verbindungsinspektor angezeigt.

  4. Klicken Sie auf Bearbeiten und geben Sie die Parameter für die Verbindung an. Welche Parameter Sie angeben, hängt vom Verbindungstyp ab:
    • Externe Validierungsparameter:
      Feld Beschreibung
      Speicherort Die URL zum externen Validierungs-REST-Endpunkt. Die Verbindung wird mit einem GET-Vorgang getestet, und mit einem POST-Vorgang wird eine Validierung ausgeführt.

      Beispiel: https://externalhostname.example.com/api/rest/externalValidation

      Benutzername/Kennwort Zugangsdaten für die Basisauthentifizierung.
      Maximale Batchgröße Die maximale Anzahl Knoten, die vom externen System in einem einzelnen Batch validiert werden sollen (bis zu 10.000). Der Standardwert ist 1.000.
      Maximale Anzahl nebenläufiger Prozesse Die maximale Anzahl gleichzeitiger Validierungsprozesse, die vom externen System ausgeführt werden sollen (bis zu 3). Der Standardwert ist 1.
    • Microsoft Azure Blob Storage-Parameter:
      Feld Beschreibung
      Speicherort Die URL für den Microsoft Azure Blob Storage-Account. Beispiel: https://myblobstorageaccount.blob.core.windows.net

      Hinweis: Die URL muss den Namen Ihres Azure Blob Storage-Accounts (myblobstorageaccount im obigen Beispiel) enthalten. Für diesen Account muss die Rolle Storage Blob Data Contributor in Azure zugewiesen sein.

      Mandanten-ID Die Mandanten-ID für die Anwendungsregistrierung im Microsoft Azure-Mandanten.
      Client-ID Die Anwendungs-(Client-)ID eines Service Principal im Microsoft Azure-Mandanten.
      Client Secret Der Wert des Client Secret im Microsoft Azure-Mandanten.
      Standardcontainername Der Datenspeicher-Container zum Schreiben von Daten in den Microsoft Azure-Mandanten. Der Container muss im Azure-Mandanten vorhanden sein.
      Standardunterordner Optional: Der Unterordner im Container, in den Daten in den Microsoft Azure-Mandanten geschrieben werden sollen.

      Hinweis: Wenn der von Ihnen angegebene Unterordner nicht vorhanden ist, wird er bei Ausführung der Extraktion oder des Extraktionspakets für diese Verbindung erstellt. Sie können zusätzliche Unterordner mit dem Schrägstrich (/) angeben (z.B. Application/Extract Data).

    • Oracle Address, Email, and Phone Verification-Parameter:
      Feld Beschreibung
      Speicherort Die URL für den Oracle Address, Email, and Phone Verification-Server. Beispiel: https://mydataservice-myidentitydomain.data.us2.oraclecloud.com

      Achtung:

      Wenn Sie die Adresse aus Ihrem Browser einfügen, schließen Sie nicht den Kontext (z.B. /data/ui) in die URL ein.
      Client-ID Die OAuth-Client-ID, die bei der Verbindung zum Adressverifizierungsservice verwendet werden soll.

      Hinweis: Für den Address, Email, and Phone Verification-Service müssen Sie OAuth-Client-Zugangsdaten erstellen. Informationen hierzu finden Sie unter Erste Schritte mit Address, Email, and Phone Verification in der Dokumentation Oracle Address, Email, and Phone Verification verwenden.

      Client Secret Das OAuth-Client Secret, das bei der Verbindung zum Adressverifizierungsservice verwendet werden soll.
    • Oracle Cloud EPM-Parameter:
      Feld Beschreibung
      Speicherort Die URL für die EPM-Inbox. Beispiel: https://acme-test-epmidm.epm.us-phoenix-1.ocs.oraclecloud.com

      Achtung:

      Wenn Sie die Adresse aus Ihrem Browser einfügen, schließen Sie nicht den Kontext (z.B. /epmcloud) in die URL ein.
      Authentifizierungstyp Wählen Sie eine Option aus:

      Standardordner (optional)

      Standardordner, an den Extraktionsdateien in Cloud EPM-Umgebungen gesendet werden:
      • Inbox der Planning-, FreeForm-, Financial Consolidation and Close- oder Enterprise Profitability and Cost Management-Standardanwendung
      • Datenmanagementordner (z.B. inbox/repository)
      • Inbox für Profitability and Cost Management (z.B. profitinbox)
      Parameter der Basisauthentifizierung:
      Benutzername/Kennwort Für die Basisauthentifizierung erforderliche Zugangsdaten

      Identitätsdomain (optional)

      Identitätsdomain, die beim Autorisieren vor dem Benutzernamen angehängt werden soll.
      Parameter der OAuth-Authentifizierung:
      Client-ID Client-ID für den Client, den Sie für globale Verbindungen erstellt haben.
      Zugriffstoken Zugriffstoken für den Client, den Sie für globale Verbindungen erstellt haben.
      Aktualisierungstoken Aktualisierungstoken für den Client, den Sie für globale Verbindungen erstellt haben.
    • Oracle Cloud ERP-Parameter:
      Feld Beschreibung
      Speicherort Die URL für den EPM-Server. Beispiel: https://erp.mycloud.com
      Authentifizierungstyp Wählen Sie eine Option aus:

      Standarddokumentkonto

      Ordner, in den die Datei in Oracle Cloud ERP extrahiert werden soll. Beispiel: fin/generalLedger/import.
      Parameter der Basisauthentifizierung:
      Benutzername/Kennwort Für die Basisauthentifizierung erforderliche Zugangsdaten

      Identitätsdomain (optional)

      Identitätsdomain, die beim Autorisieren vor dem Benutzernamen angehängt werden soll.
      Parameter der OAuth-Authentifizierung:
      IDCS-Token-URL Authentifizierungsserver des Providers. Wird zum Austausch eines Autorisierungscodes für ein Zugriffstoken verwendet.
      Client-ID Client-ID für den Client, den Sie für globale Verbindungen erstellt haben.
      Bereich Bietet eine Methode zur Verwaltung des Umfangs der Zugriffsberechtigungen, die einem JSON Web Token gewährt werden.
      Zertifikatalias Der Alias, den Sie beim Import des Zertifikats in Cloud ERP angegeben haben.
      Private-Key-Upload Zertifikatsdatei, die Sie in Cloud ERP importiert haben. Klicken Sie auf Dateispeicherort hochladen, um die Datei hochzuladen. Die Datei muss die Dateierweiterung .PEM haben.
    • Oracle Object Storage-Parameter:
      Feld Beschreibung
      Speicherort Die Swift-URL des Oracle Object Storage Cloud-Buckets. Das Format der URL ist https://swiftobjectstorage.region_identifier.oraclecloud.com/v1/namespace. Dabei gilt:
      • host name (Verwendung des Swift API-Typs), zum Beispiel swiftobjectstorage.
      • region_identifier ist die Region für das Hosting von Oracle Cloud Infrastructure (OCI), zum Beispiel us-phoenix-1. Informationen hierzu finden Sie unter Regionen und Availability-Domains.
      • namespace ist der Container der obersten Ebene für alle Gruppen und Objekte. Beim Erstellen des Accounts wird jedem Mandanten von Oracle Cloud Infrastructure ein eindeutiger, vom System generierter und unveränderbarer Object Storage-Namespace-Name zugewiesen.

      Tipp:

      Die Oracle Object Store-Swift-URL muss die Version und den Namespace enthalten. Verwenden Sie keinen nachgestellten Schrägstrich im Speicherortparameter.
      Authentifizierungstyp Wählen Sie die Basisauthentifizierung oder die Authentifizierung mit API-Signaturschlüssel aus.
      Basis
      Benutzername/Kennwort Für die Authentifizierung erforderliche Zugangsdaten:
      1. Generieren Sie ein Authentifizierungstoken (siehe So erstellen Sie ein Authentifizierungstoken: in der Oracle Cloud Infrastructure-Dokumentation).
      2. Geben Sie unter "Benutzername" den OCI-Benutzernamen ein, für den das Authentifizierungstoken generiert wurde.
      3. Geben Sie unter "Kennwort" das generierte Authentifizierungstoken ein. Bei diesem Parameter muss die Groß-/Kleinschreibung berücksichtigt werden.
      API-Signaturschlüssel
      • Mandanten-OCID
      • Benutzer-OCID
      • Public-Key-Fingerprint
      • Private-Key-Upload

      Für einen API-Signaturschlüssel erforderliche Zugangsdaten:

      1. Generieren Sie in der Oracle Cloud-Konsole einen API-Signaturschlüssel. Informationen hierzu finden Sie unter So generieren Sie einen API-Signaturschlüssel in der Entwicklerdokumentation zu Oracle Cloud Infrastructure.
      2. Laden Sie den Private Key in der Konsole herunter, speichern Sie ihn im Verzeichnis .oci, und klicken Sie auf Hinzufügen.

        Die Parameter für den Signaturschlüssel werden in der Konsole angezeigt.

      3. Kopieren Sie die folgenden Parameter aus der Konsole, und fügen Sie sie in Cloud EDM ein:
        • Fügen Sie unter Mandanten-OCID den Wert für Mandant aus der Konsole ein.
        • Fügen Sie unter Benutzer-OCID den Wert für Benutzer aus der Konsole ein.
        • Fügen Sie unter Public Key Fingerprint den Wert Fingerprint aus der Konsole ein.
      4. Klicken Sie unter Private-Key-Upload auf Hochladen, und laden Sie die Private-Key-Datei hoch, die Sie in Schritt b heruntergeladen haben.
      Standard-Bucket (optional)

      Hinweis: Dieses Feld ist erforderlich, um die Verbindung zu testen.

      Container zum Speichern der extrahierten Datei innerhalb des Namespace für den Objektspeicher. Bei diesem Parameter muss die Groß-/Kleinschreibung berücksichtigt werden.
      Standardunterordner (optional) Unterordner unter dem Standard-Bucket, in den die Extraktionsdatei geschrieben werden soll. Wenn der angegebene Unterordner nicht vorhanden ist, wird er erstellt. Bei diesem Parameter muss die Groß-/Kleinschreibung berücksichtigt werden.
  5. (Optional): Klicken Sie unter Unterstützte Anwendungen auf Angegeben, und wählen Sie die Anwendungen aus, die diese globale Verbindung verwenden können.
  6. Klicken Sie auf Verbindung testen, um die Verbindungsdetails zu validieren.

    Hinweis:

    Für Oracle Object Storage-Verbindungen müssen Sie eine Standardgruppe eingeben, um die Verbindung zu testen.
  7. Klicken Sie auf Speichern.

    Hinweis:

    Alle Probleme in allen Verbindungen müssen korrigiert werden, bevor Sie die Verbindungen speichern können. Wenn in den Verbindungsdetails einer beliebigen Verbindung Pflichtfelder fehlen, wird für diese Verbindung ein Indikator angezeigt, und eine Fehlermeldung weist darauf hin, dass eine oder mehrere Verbindungen Probleme aufweisen, die behoben werden müssen.

Um eine globale Verbindung zu löschen, klicken Sie in der Spalte "Aktionen" auf Aktionen, Löschen. Sie können eine globale Verbindung, die von einer Extraktion verwendet wird, nicht löschen. Sie können eine globale Verbindung für Oracle Address, Email, and Phone Verification nicht löschen, wenn sie von einer Adresseigenschaft verwendet wird.