Verbindung zu Oracle Autonomous AI Lakehouse herstellen

Sie können eine Verbindung zu Oracle Autonomous AI Lakehouse erstellen und darüber auf Daten zugreifen.

Bitten Sie vor dem Start Ihren Oracle Autonomous AI Lakehouse-Administrator, den Zugriff von Oracle Analytics Cloud zuzulassen. Administratoren führen unterschiedliche Konfigurationsschritte für öffentliche und private Verbindungen aus:
Sie können eine Verbindung zu Oracle Autonomous AI Lakehouse mit Sicherheitszertifikaten herstellen, die Sie von Oracle Autonomous AI Lakehouse in ein Wallet herunterladen (auch als mTLS oder "Gegenseitige Transport Layer Security" bezeichnet), oder sich ohne Wallet verbinden (als TLS oder Transport Layer Security bezeichnet). Siehe TLS-Authentifizierung. Die Wallet-Datei mit den Zugangsdaten sichert die Kommunikation zwischen Oracle Analytics und Oracle Autonomous AI Lakehouse. Die Wallet-Datei, die Sie hochladen (z.B. wallet_ALKC1.zip), muss vertrauenswürdige SSL-Zertifikate enthalten, um SSL in den Oracle AI Database-Verbindungen zu aktivieren.
  1. Um die Verbindung mit einer Zugangsdaten-Wallet-Datei herzustellen (als Gegenseitiges TLS bezeichnet), laden Sie die SSL-Zertifikate von Oracle Autonomous AI Lakehouse herunter.

    Siehe Clientzugangsdaten (Wallets) herunterladen in Oracle Autonomous Database Serverless verwenden.

    Die Wallet-Datei mit den Zugangsdaten sichert die Kommunikation zwischen Oracle Analytics und Oracle Autonomous AI Lakehouse. Die Wallet-Datei, die Sie hochladen (z.B. wallet_ALKC1.zip), muss SSL-Zertifikate enthalten.

    Um die Verbindung ohne eine Zugangsdaten-Wallet-Datei herzustellen (bezeichnet als TLS-Verbindung), überspringen Sie Schritt 1, und fahren Sie direkt mit Schritt 2 fort.

  2. Klicken Sie auf der Homepage auf Erstellen, Verbindung.
  3. Klicken Sie auf Oracle Autonomous Data Warehouse.
  4. Wählen Sie unter Anmelden mit die Option "Basis" oder "Resource Principal" aus.
    Informationen zur Verwendung eines Resource Principal finden Sie im Thema "Resource Principal für den Zugriff auf Oracle Cloud Infrastructure-Ressourcen verwenden" unter Oracle Autonomous AI Database Serverless oder Autonomous Database auf dedizierter Exadata-Infrastruktur.
  5. Geben Sie einen benutzerfreundlichen Verbindungsnamen und eine Beschreibung ein.
  6. Zum Verschlüsselungstyp:
    • Um die Verbindung ohne eine Zugangsdaten-Wallet-Datei herzustellen, wählen Sie TLS als Verschlüsselungstyp aus, und geben Sie eine Verbindungszeichenfolge ein. Geben Sie dann einen Benutzernamen und ein Kennwort für einen Benutzer in Oracle Autonomous AI Lakehouse ein.
    • Um die Verbindung mit einer Zugangsdaten-Wallet-Datei herzustellen, wählen Sie Gegenseitiges TLS als Verschlüsselungstyp aus, und klicken Sie auf Auswählen. Navigieren Sie dann zur Wallet-Datei mit Clientzugangsdaten, die Sie von Oracle Autonomous AI Lakehouse heruntergeladen haben (z.B. wallet_ALKC1.zip), wählen Sie sie aus, und geben Sie einen Namen in Servicename ein. Im Feld Clientzugangsdaten wird die Datei cwallet.sso angezeigt. Siehe Servicenamen für Oracle Autonomous AI Lakehouse auswählen.

      Tipp: Wenn Sie die Oracle Autonomous AI Lakehouse-Verbindung mit einem Instanz-Wallet definieren, wird standardmäßig der Servicename "high" ausgewählt. Ändern Sie den Namen in "low" oder "medium", um die Begrenzung der Anzahl nebenläufiger Verbindungen zu vermeiden.

  7. Klicken Sie unter Clientzugangsdaten auf Auswählen, um zu der ZIP-Datei mit den Clientzugangsdaten zu navigieren und sie auszuwählen.
  8. Wenn Sie eine Verbindung zu einer Remotedatenbank herstellen, klicken Sie auf Remotedatenverbindung verwenden.
    Fragen Sie den Administrator, ob Sie auf die Remotedatenbank zugreifen können.
  9. Wenn Datenmodellierer diese Verbindungsdetails verwenden sollen, wählen Sie Systemverbindung aus. Siehe Optionen für Datenbankverbindung.
  10. Geben Sie unter Authentifizierung an, auf welche Weise die Verbindung authentifiziert werden soll:
    • Immer diese Zugangsdaten verwenden: Oracle Analytics verwendet immer den von Ihnen angegebenen Anmeldenamen und das angegebene Kennwort für die Verbindung. Benutzer werden nicht zur Anmeldung aufgefordert.
    • Benutzer müssen ihre eigenen Zugangsdaten eingeben: Benutzer werden aufgefordert, ihren eigenen Benutzernamen und ihr eigenes Kennwort für die Datenquelle einzugeben. Benutzer können nur auf die Daten zugreifen, für die sie über die notwendigen Berechtigungen, Privilegien und Rollenzuweisungen verfügen.
  11. Klicken Sie auf Speichern.
Jetzt können Sie Datasets aus der Verbindung erstellen.

Servicenamen für Oracle Autonomous AI Lakehouse auswählen

Für eine Verbindung zu Oracle Autonomous AI Lakehouse (Oracle ALK) muss der richtige vordefinierte Datenbankservicename ausgewählt werden. Hier erfahren Sie mehr über die verschiedenen vordefinierten Datenbankservicenamen und darüber, welchen Sie auswählen sollten.

Welche vordefinierten Datenbankservicenamen gibt es?

Oracle Autonomous AI Lakehouse stellt drei Datenbankservicenamen für Verbindungen im folgenden Format bereit:
  • databasename_high: Höchste Ressourcenmenge, niedrigste Nebenläufigkeit. Abfragen werden parallel ausgeführt.
  • databasename_medium: Weniger Ressourcen, höhere Nebenläufigkeit. Abfragen werden parallel ausgeführt.
  • databasename_low: Kleinste Ressourcenmenge, höchste Nebenläufigkeit. Abfragen werden nacheinander ausgeführt.

Diese Namen sind in der Datei tnsnames.ora im Oracle-Wallet enthalten. Klicken Sie in der Oracle Cloud Infrastructure-Konsole auf Datenbankverbindungen, um die Zeichenfolgen anzuzeigen.
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Nutzungsgruppen in Oracle Resource Manager

Die Datenbankservicenamen sind Nutzungsgruppen in Resource Manager zugeordnet, die die Anzahl gleichzeitiger Verbindungen und Abfragen in Oracle Autonomous AI Lakehouse (concurrency) und die Höchstanzahl paralleler Prozesse pro Abfrage (parallel_degree_limit) begrenzen. Diese Grenzwerte basieren auf der Anzahl der lizenzierten ECPUs oder OCPUs und der Einstellung für das Autoscaling.

Die folgende Tabelle enthält Beispielswerte für nebenläufige Verbindungen für eine Datenbank mit 32 ECPUs, bei der das ECPU-Autoscaling aktiviert bzw. deaktiviert ist.

Datenbankservicename Anzahl nebenläufige Abfragen mit deaktiviertem ECPU-Autoscaling Anzahl nebenläufige Abfragen mit aktiviertem ECPU-Autoscaling
high 3 9
medium 20 (0,63 × Anzahl ECPUs) 60 (1,89 × Anzahl ECPUs)
low Bis zu 4800 (150 x Anzahl ECPUs) Bis zu 4800 (150 x Anzahl ECPUs)

Optimalen Datenbankservicenamen für Oracle Analytics auswählen

Die Höchstanzahl gleichzeitiger Abfragen für den Datenbankservice "high" beträgt 3 ohne Autoscaling und 9 mit aktiviertem Autoscaling. Dieser Grenzwert kann erreicht werden, wenn drei Benutzer mit dem Datenbankservicenamen "high" verbunden sind und jeweils eine Abfrage ausführen oder ein einzelner Benutzer drei Berichte in einem Oracle Analytics-Dashboard ausführt.

Der Servicename "low" eignet sich für die meisten Oracle Autonomous AI Lakehouse-Workloads mit Oracle Analytics. Wählen Sie für Parallel Querys aber den Servicenamen "medium" aus. Der Grenzwert des Parallelitätsgrads für den Servicenamen "low" beträgt 1 (also keine Parallelität). Wenn Sie mit dem Servicenamen "low" verbunden sind, ist der Parallelitätsgrad auf 1 reduziert und Abfragen werden nicht parallel ausgeführt, selbst wenn ein Parallelitätsgrad auf Tabellen- oder Indexebene angegeben ist. Der Grenzwert des Parallelitätsgrads (pro Abfrage) für "medium" und "high" entspricht dem Zweifachen der Anzahl lizenzierter CPUs.

Hinweis: Für Verbindungen mit einer Datenbank, die zu Oracle Fusion Analytics Warehouse (Fusion Analytics) gehört, muss der Servicename "low" verwendet werden, um die maximale Anzahl nebenläufiger Abfragen zu ermöglichen.

Anweisungen in Queue überwachen

Wenn die Höchstanzahl nebenläufiger Abfragen erreicht ist, werden weitere Abfragen in die Queue gestellt. Oracle Autonomous AI Lakehouse stellt eine Metrik zum Prüfen auf Anweisungen in der Queue bereit.

Wählen Sie in der Oracle Cloud Infrastructure-Konsole auf der Seite "Oracle Autonomous AI Lakehouse" die Optionen Datenbankaktionen und Datenbank-Dashboard aus.


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Wählen Sie Performancehub, Registerkarte SQL-Monitor aus, um den Status der in die Queue gestellten Anweisung anzuzeigen (als graue Uhr dargestellt). In diesem Beispiel werden drei Abfragen mit dem Servicenamen "high" ausgeführt, während eine Abfrage in der Queue steht und eine mit dem Servicenamen "medium" ausgeführt wird. Die Anweisung in der Queue wird ausgeführt, wenn eine der drei Abfragen, die mit dem Servicenamen "high" ausgeführt werden, abgeschlossen ist.


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Parallelität überwachen

Wenn der Grenzwert des Parallelitätsgrades überschritten wird, sehen Sie ein Downgrade des Parallelitätsgrades im SQL-Monitorbericht. Der Grund für das Downgrade des Parallelitätsgrades "353" bedeutet, dass Resource Manager die Anweisung wegen des Grenzwertes für den maximalen Parallelitätsgrad herabgestuft hat.


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Die Codes für Downgradegründe für Oracle Database Version 18 und höher sind in der folgenden Tabelle beschrieben:

ID Grundcodes
352 Downgrade des Parallelitätsgrades wegen adaptivem Parallelitätsgrad
353 Downgrade des Parallelitätsgrades wegen max. Parallelitätsgrad von Resource Manager
354 Downgrade des Parallelitätsgrades wegen unzureichender Anzahl Prozesse
355 Downgrade des Parallelitätsgrades, weil Worker nicht beitreten konnten

CPU-Wait-Ereignis von Resource Manager

Eine Session, die darauf wartet, dass Resource Manager ihr CPU zuweist, erhöht das Wait-Ereignis "resmgr:cpu quantum". Um das Vorkommen dieses Wait-Ereignisses zu reduzieren, stellen Sie sicher, dass der Servicename "low" oder "medium" für die OAC-Verbindung verwendet wird, oder erhöhen Sie die Anzahl der für Oracle ALK zugewiesenen CPUs.

Um die Anzahl von Waits und die durchschnittliche Wartezeit anzuzeigen, prüfen Sie Vordergrund-Wait-Ereignisse im Automatic Workload Repository-(AWR-)Bericht für das Wait-Ereignis "resmgr:cpu quantum".

In diesem Beispiel gab es insgesamt 272 Waits mit einer jeweiligen durchschnittlichen Wartezeit von 588,91 Millisekunden und einer Gesamtwartezeit von 160 Sekunden. Als Grund wurde festgestellt, dass der Datenbankservicename "high" für die OAC-Verbindung verwendet wurde. Diese Wartezeiten verschwanden, als der Kunde zum Service "medium" wechselte. Dadurch wurde die langsame Verarbeitung des Dashboards behoben.


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Tipp zum Erstellen einer Verbindung zu Oracle Autonomous AI Lakehouse in Oracle Analytics

Wenn Sie in Oracle Analytics die Oracle Autonomous AI Lakehouse-Verbindung mit dem Instanz-Wallet definieren, wird standardmäßig der Servicename "high" ausgewählt. Ändern Sie den Namen in "low" oder "medium", um die Begrenzung der Anzahl nebenläufiger Verbindungen zu vermeiden.


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