Externe benutzerdefinierte Validierungen

Mit externen benutzerdefinierten Validierungen können Sie Anforderungselemente in Oracle Fusion Cloud Enterprise Data Management mit Geschäftsregeln und Referenz- oder Transaktionsdaten in externen Systemen validieren.

Bei externen benutzerdefinierten Validierungen sendet Cloud EDM Anforderungsinformationen über einen REST-API-Aufruf an ein externes System. Das externe System wertet die weitergeleiteten Änderungen anhand seiner eigenen Validierungslogik aus und gibt Validierungsmeldungen für alle erkannten Probleme zurück. Die zurückgegebenen Meldungen werden dann zusammen mit anderen Validierungsergebnissen in Cloud EDM angezeigt.

Mit externen benutzerdefinierten Validierungen können Unternehmen die Cloud EDM-Validierungsfunktionen über die in Cloud EDM verfügbaren Daten und Logiken hinaus erweitern. Auf diese Weise können in anderen Systemen verwaltete externe Governance-Regeln, nachgelagerte Anwendungsanforderungen, Referenzdaten oder benutzerdefinierte Geschäftslogik in die Validierungsprozesse integriert werden.

Wichtige Aspekte

  • Folgende Komponenten müssen für eine externe Validierung eingerichtet sein:

    1. Ein externes Validierungssystem.
    2. Ein REST-API-Endpunkt, der vom externen System angegeben wird (die REST-API-Spezifikation, der der Endpunkt entsprechen muss, finden Sie unter Spezifikation für externe benutzerdefinierte Validierungs-REST-API).
    3. Eine globale Verbindung des Typs "Externe Validierung", die für die Verwendung des REST-API-Endpunkts konfiguriert ist. Informationen hierzu finden Sie unter Globale Verbindungen erstellen.
    4. Eine benutzerdefinierte Validierung mit dem Validierungstyp "Extern". Informationen hierzu finden Sie unter Benutzerdefinierte Validierungen erstellen.
  • Externe benutzerdefinierte Validierungen können nur für Anforderungselemente und Aktionen in einer Anforderung ausgeführt werden.
  • Bei der externen benutzerdefinierten Validierung werden die Anforderungselemente und Aktionen mit dem konfigurierten Knotenfilterausdruck, den Triggeraktionen und den Triggereigenschaften ausgewertet. Die Anforderungselemente müssen dem Knotenfilterausdruck entsprechen, und die Anforderungsaktionen müssen von den Triggeraktionen und Triggereigenschaften angegeben werden, damit sie zur Validierung an das externe System gesendet werden.
  • Sie können nur für Knotentypen eine benutzerdefinierte externe Validierung erstellen. Für Anwendungen, Dimensionen oder Hierarchiesets können Sie keine benutzerdefinierte externe Validierung erstellen. Informationen hierzu finden Sie unter Benutzerdefinierte Validierungen erstellen.

Ablauf eines externen Validierungsprozesses

Die folgenden Schritte beschreiben den externen Validierungsprozess:

  1. Eine Anforderung wird validiert, die Anforderungselemente enthält, die einen Knotentyp verwenden, für den eine externe benutzerdefinierte Validierung aktiviert ist.
  2. Bei der externen benutzerdefinierten Validierung werden die Anforderungselemente und Aktionen mit dem konfigurierten Knotenfilterausdruck, den Triggeraktionen und den Triggereigenschaften ausgewertet.

  3. Cloud EDM identifiziert die Anforderungselemente und Aktionen, die im externen System validiert werden sollen, und sendet dann die zugehörigen Informationen mit der konfigurierten globalen externen Validierungsverbindung an den REST-API-Endpunkt des externen Systems.
  4. Der API-Endpunkt des externen Systems empfängt die Anforderung, wertet die weitergeleiteten Änderungen anhand seiner eigenen Validierungsregeln und Geschäftslogik aus und gibt dann Validierungsergebnisse für alle Anforderungselemente oder Aktionen zurück, für die die Validierung nicht erfolgreich war.
  5. Cloud EDM empfängt die Validierungsergebnisse vom externen System und konvertiert sie in EDM-Validierungsmeldungen.
  6. Die Validierungsergebnisse werden in Cloud EDM zusammen mit dem Schweregrad angezeigt, der in der benutzerdefinierten Validierung angegeben wurde.

Beispielanwendungsfälle

Organisationen können mit externen benutzerdefinierten Validierungen unter anderem folgende Szenarios unterstützen:

  • Änderungen verhindern (wie Löschaktionen), die gegen die Datenintegritätsanforderungen des Zielsystems in Bezug auf Referenz- oder Transaktionsdaten verstoßen würden.
  • Kontenplanänderungen anhand von ERP-Anwendungsregeln validieren.
  • Hierarchieaktualisierungen anhand von Constraints für Downstream-Reportinganwendung prüfen.
  • Prüfen, ob Knoteneigenschaftswerte in externen Referenzsystemen vorhanden sind.
  • Anwendungsspezifische Benennungsstandards oder Abhängigkeitsregeln durchsetzen.