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Oracle Solaris ZFS-Administrationshandbuch
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Dokument-Informationen

Vorwort

1.  Oracle Solaris ZFS-Dateisystem (Einführung)

2.  Erste Schritte mit Oracle Solaris ZFS

3.  Unterschiede zwischen Oracle Solaris ZFS und herkömmlichen Dateisystemen

4.  Verwalten von Oracle Solaris ZFS-Speicher-Pools

Komponenten eines ZFS-Speicher-Pools

Verwenden von Datenträgern in einem ZFS-Speicher-Pool

Verwenden von Bereichen in einem ZFS-Speicher-Pool

Verwenden von Dateien in einem ZFS-Speicher-Pool

Replikationsfunktionen eines ZFS-Speicher-Pools

Speicher-Pools mit Datenspiegelung

Speicher-Pools mit RAID-Z-Konfiguration

ZFS-Hybrid-Speicher-Pool

Selbstheilende Daten in einer redundanten Konfiguration

Dynamisches Striping in einem Speicher-Pool

Erstellen und Entfernen von ZFS-Speicher-Pools

Erstellen eines ZFS-Speicher-Pools

Erstellen eines einfachen Speicher-Pools

Erstellen eines Speicher-Pools mit Datenspiegelung

Erstellen eines ZFS-Root-Pools

Erstellen eines RAID-Z-Speicher-Pools

Erstellen eines ZFS-Speicher-Pools mit Protokolliergeräten

Erstellen eines ZFS-Speicher-Pools mit Cache-Geräten

Anzeigen von Informationen zu virtuellen Geräten in Storage-Pools

Behandlung von Fehlern beim Erstellen von ZFS-Speicher-Pools

Erkennen belegter Geräte

Inkongruente Replikationsmethoden

Ausführen eines Testlaufs für die Erstellung eines Speicher-Pools

Standard-Einhängepunkt für Speicher-Pools

Löschen von ZFS-Speicher-Pools

Löschen eines Pools mit fehlerhaften Geräten

Verwalten von Datenspeichergeräten in ZFS-Speicher-Pools

Hinzufügen von Datenspeichergeräten zu einem Speicher-Pool

Verbinden und Trennen von Geräten in einem Speicher-Pool

Erstellen eines neuen Pools durch Teilen eines ZFS-Speicher-Pools mit Datenspiegelung

In- und Außerbetriebnehmen von Geräten in einem Speicher-Pool

Außerbetriebnehmen eines Geräts

Inbetriebnehmen eines Gerätes

Löschen von Gerätefehlern im Speicher-Pool

Austauschen von Geräten in einem Speicher-Pool

Zuweisen von Hot-Spares im Speicher-Pool

Aktivieren und Deaktivieren von Hot-Spares im Speicher-Pool

Eigenschaften von ZFS-Speicher-Pools

Abfragen des Status von ZFS-Speicher-Pools

Anzeigen von Informationen zu ZFS-Speicher-Pools

Anzeigen von Informationen zu allen Speicher-Pools oder einem bestimmten Pool

Anzeigen spezifischer Speicher-Pool-Statistikinformationen

Verwenden von Ausgaben von ZFS-Speicher-Pools für Skripten

Anzeige des Befehlsprotokolls von ZFS-Speicher-Pools

Anzeigen von E/A-Statistiken für ZFS-Speicher-Pools

Anzeigen globaler Pool-E/A-Statistikinformationen

Anzeigen von E/A-Statistikinformationen zu virtuellen Geräten

Ermitteln des Funktionsstatus von ZFS-Speicher-Pools

Grundlegender Funktionsstatus eines Speicher-Pools

Ausführliche Informationen zum Funktionsstatus

Sammeln von Informationen des ZFS-Speicher-Pools

Migrieren von ZFS-Speicher-Pools

Vorbereiten der Migration eines ZFS-Speicher-Pools

Exportieren eines ZFS-Speicher-Pools

Ermitteln verfügbarer Speicher-Pools für den Import

Importieren von ZFS-Speicher-Pools aus anderen Verzeichnissen

Importieren von ZFS-Speicher-Pools

Importieren eines Pools mit fehlendem Protokolliergerät

Importieren eines Pools im schreibgeschützten Modus

Importieren eines Pools nach einem spezifischen Gerätepfad

Wiederherstellen gelöschter ZFS-Speicher-Pools

Aktualisieren von ZFS-Speicher-Pools

5.  Installieren und Booten eines Oracle Solaris ZFS-Root-Dateisystems

6.  Verwalten von Oracle Solaris ZFS-Dateisystemen

7.  Arbeiten mit Oracle Solaris ZFS-Snapshots und -Klonen

8.  Schützen von Oracle Solaris ZFS-Dateien mit Zugriffskontrolllisten und Attributen

9.  Delegierte Oracle Solaris ZFS-Administration

10.  Fortgeschrittene Oracle Solaris ZFS-Themen

11.  Problembehebung und Pool-Wiederherstellung in Oracle Solaris ZFS

A.  Oracle Solaris ZFS-Versionsbeschreibungen

Index

Erstellen und Entfernen von ZFS-Speicher-Pools

In den folgenden Abschnitten werden unterschiedliche Situationen zum Erstellen und Entfernen von ZFS-Speicher-Pools beschrieben:

Pools können schnell und einfach erstellt und entfernt werden. Allerdings sollten Sie solche Vorgänge äußerste Vorsicht durchführen. Obwohl Überprüfungen durchgeführt werden, die die Verwendung von Geräten verhindern, die bereits von einem anderen Pool benutzt werden, ist es ZFS nicht immer bekannt, ob ein Datenspeichergerät bereits belegt ist oder nicht. Das Entfernen eines Pools ist einfacher als die Erstellung eines Pools. Benutzen Sie den Befehl zpool destroy mit Vorsicht. Die Ausführung dieses einfachen Befehls kann bedeutende Konsequenzen nach sich ziehen.

Erstellen eines ZFS-Speicher-Pools

Speicher-Pools können mit dem Befehl zpool create erstellt werden. Dieser Befehl akzeptiert einen Pool-Namen und eine beliebige Anzahl virtueller Geräte als Argumente. Der Pool-Name muss den unter Konventionen für das Benennen von ZFS-Komponenten aufgeführten Namenskonventionen genügen.

Erstellen eines einfachen Speicher-Pools

Mit dem folgenden Befehl wird ein Pool namens tank erstellt, das aus den beiden Datenträgern c1t0d0 und c1t1d0 besteht:

# zpool create tank c1t0d0 c1t1d0

Gerätenamen, die ganze Datenträger repräsentieren, befinden sich im Verzeichnis /dev/dsk und werden von ZFS als einzelner, großer Bereich gekennzeichnet. Daten werden mithilfe von Striping dynamisch über beide Datenträger verteilt.

Erstellen eines Speicher-Pools mit Datenspiegelung

Verwenden Sie zum Erstellen eines Pools mit Datenspiegelung das Schlüsselwort mirror, gefolgt von einer bestimmten Anzahl von Datenspeichergeräten, aus denen das Datenspiegelungssystem bestehen soll Mehrere Datenspiegelungssysteme können durch Wiederholen des Schlüsselworts mirror in der Befehlszeile erstellt werden. Mit dem folgenden Befehl wird ein Pool mit zwei zweifachen Datenspiegelungen erstellt:

# zpool create tank mirror c1d0 c2d0 mirror c3d0 c4d0

Das zweite Schlüsselwort mirror spezifiziert ein neues virtuelles Gerät der obersten Hierarchieebene. Daten werden mithilfe von Striping dynamisch über beide Datenträger verteilt, wobei zwischen jedem Datenträger eine jeweilige Datenredundanz auftritt.

Weitere Informationen zu empfohlenen Konfigurationen mit Datenspiegelung finden Sie unter:

http://www.solarisinternals.com/wiki/index.php/ZFS_Best_Practices_Guide

Gegenwärtig werden für ZFS-Datenspiegelungskonfigurationen folgende Vorgänge unterstützt:

Ein Speichergerät, das kein Protokollier- oder Cache-Gerät ist, kann nicht direkt aus einem Speicher-Pool mit Datenspiegelung entfernt werden. Dafür wurde ein RFE eingereicht.

Erstellen eines ZFS-Root-Pools

Sie können von einem ZFS-Root-Dateisystem installieren und booten. Beachten Sie die folgenden Root-Pool-Konfigurationsinformationen:

Weitere Informationen zum Installieren und Booten eines ZFS-Dateisystems finden Sie in Kapitel 5Installieren und Booten eines Oracle Solaris ZFS-Root-Dateisystems.

Erstellen eines RAID-Z-Speicher-Pools

Das Erstellen eines RAID-Z-Pools mit einfacher Parität läuft ähnlich ab wie das Erstellen eines Pools mit Datenspiegelung. Der einzige Unterschied besteht darin, dass anstatt des Schlüsselworts mirror das Schlüsselwort raidz bzw. raidz1 verwendet wird. Das folgende Beispiel zeigt die Erstellung eines Pools mit einem RAID-Z-Gerät, das aus fünf Datenträgern besteht:

# zpool create tank raidz c1t0d0 c2t0d0 c3t0d0 c4t0d0 /dev/dsk/c5t0d0

Dieses Beispiel zeigt, dass Datenträger angegeben werden können, indem ihre abgekürzten oder ihre vollständigen Gerätenamen verwendet werden. Sowohl /dev/dsk/c5t0d0 als auch c5t0d0 beziehen sich auf denselben Datenträger.

Eine RAID-Z-Konfiguration mit zwei- oder dreifacher Parität kann beim Erstellen eines Pools mithilfe des Schlüsselworts raidz2 oder raidsz3 angelegt werden. Beispiel :

# zpool create tank raidz2 c1t0d0 c2t0d0 c3t0d0 c4t0d0 c5t0d0
# zpool status -v tank
  pool: tank
 state: ONLINE
 scrub: none requested
config:

        NAME        STATE     READ WRITE CKSUM
        tank        ONLINE       0     0     0
          raidz2-0  ONLINE       0     0     0
            c1t0d0  ONLINE       0     0     0
            c2t0d0  ONLINE       0     0     0
            c3t0d0  ONLINE       0     0     0
            c4t0d0  ONLINE       0     0     0
            c5t0d0  ONLINE       0     0     0

errors: No known data errors
# zpool create tank raidz3 c0t0d0 c1t0d0 c2t0d0 c3t0d0 c4t0d0 c5t0d0 c6t0d0 c7t0d0
# zpool status -v tank
  pool: tank
 state: ONLINE
 scrub: none requested
config:

        NAME        STATE     READ WRITE CKSUM
        tank        ONLINE       0     0     0
          raidz3-0  ONLINE       0     0     0
            c0t0d0  ONLINE       0     0     0
            c1t0d0  ONLINE       0     0     0
            c2t0d0  ONLINE       0     0     0
            c3t0d0  ONLINE       0     0     0
            c4t0d0  ONLINE       0     0     0
            c5t0d0  ONLINE       0     0     0
            c6t0d0  ONLINE       0     0     0
            c7t0d0  ONLINE       0     0     0

errors: No known data errors

Folgende Vorgänge werden in einer ZFS-RAID-Z-Konfiguration gegenwärtig unterstützt:

Folgende Vorgänge werden in einer RAID-Z-Konfiguration gegenwärtig nicht unterstützt:

Weitere Informationen zu RAID-Z-Konfigurationen finden Sie unter Speicher-Pools mit RAID-Z-Konfiguration.

Erstellen eines ZFS-Speicher-Pools mit Protokolliergeräten

Standardmäßig wird das ZIL aus Blöcken innerhalb des Haupt-Pools zugewiesen. Durch Verwendung getrennter Intent-Protokolliergeräte wie z. B. NVRAM oder eine speziell dafür vorgesehene Festplatte kann jedoch eine höhere Leistung erreicht werden. Weitere Informationen zu ZFS-Protokolliergeräten finden Sie unter Einrichten separater ZFS-Protokolliergeräte.

Sie können ZFS-Protokolliergeräte während oder nach der Erstellung eines Speicher-Pools einrichten.

Das folgende Beispiel zeigt, wie ein Speicher-Pool mit Datenspiegelung und gespiegelten Protokolliergeräten erstellt wird:

# zpool create datap mirror c1t1d0 c1t2d0 mirror c1t3d0 c1t4d0 log mirror c1t5d0 c1t8d0
# zpool status datap
  pool: datap
 state: ONLINE
 scrub: none requested
config:

        NAME        STATE     READ WRITE CKSUM
        datap       ONLINE       0     0     0
          mirror-0  ONLINE       0     0     0
            c1t1d0  ONLINE       0     0     0
            c1t2d0  ONLINE       0     0     0
          mirror-1  ONLINE       0     0     0
            c1t3d0  ONLINE       0     0     0
            c1t4d0  ONLINE       0     0     0
        logs
          mirror-2  ONLINE       0     0     0
            c1t5d0  ONLINE       0     0     0
            c1t8d0  ONLINE       0     0     0

errors: No known data errors

Informationen zum Wiederherstellen des Normalbetriebs nach dem Fehlschlag eines Protokolliergeräts finden Sie in Beispiel 11-2.

Erstellen eines ZFS-Speicher-Pools mit Cache-Geräten

Sie können mit Cache-Geräten einen Pool erstellen, um Speicher-Pool-Daten im Cache zu speichern. Beispiel:

# zpool create tank mirror c2t0d0 c2t1d0 c2t3d0 cache c2t5d0 c2t8d0
# zpool status tank
  pool: tank
 state: ONLINE
 scrub: none requested
config:

        NAME        STATE     READ WRITE CKSUM
        tank        ONLINE       0     0     0
          mirror-0  ONLINE       0     0     0
            c2t0d0  ONLINE       0     0     0
            c2t1d0  ONLINE       0     0     0
            c2t3d0  ONLINE       0     0     0
        cache
          c2t5d0    ONLINE       0     0     0
          c2t8d0    ONLINE       0     0     0

errors: No known data errors

Beachten Sie Folgendes, wenn Sie die Erstellung eines ZFS-Speicher-Pools mit Cache-Geräten in Betracht ziehen:

Anzeigen von Informationen zu virtuellen Geräten in Storage-Pools

Jeder Speicher-Pool enthält eines oder mehrere virtuelle Geräte. Unter einem virtuellen Gerät versteht man eine interne Darstellung eines Speicher-Pools zur Beschreibung der Struktur der physischen Datenspeicherung und Fehlercharakteristika des Speicher-Pools. Somit repräsentiert ein virtuelles Gerät die Datenträger bzw. Dateien, die zum Erstellen eines Speicher-Pools verwendet werden. Ein Pool kann beliebig viele virtuelle Geräte auf oberster Konfigurationsebene aufweisen. Diese werden vdev der obersten Ebene genannt.

Wenn ein virtuelles Gerät der obersten Ebene zwei oder mehrere physische Geräte enthält, sorgt die Konfiguration für Datenredundanz durch Datenspiegelung oder virtuelle RAID-Z-Geräte. Diese virtuellen Geräte bestehen aus Datenträgern, Datenträgerbereichen oder Dateien. Als Spare werden spezielle virtuelle Geräte bezeichnet, die die verfügbaren Hot-Spares für einen Pool überwachen.

Das folgende Beispiel zeigt, wie ein Pool erstellt wird, der aus zwei virtuellen Geräten der obersten Ebene mit je zwei gespiegelten Festplatten besteht:

# zpool create tank mirror c1d0 c2d0 mirror c3d0 c4d0

Das folgende Beispiel zeigt, wie ein Pool erstellt wird, der aus einem virtuellen Gerät der obersten Ebene mit vier Festplatten besteht:

# zpool create mypool raidz2 c1d0 c2d0 c3d0 c4d0

Mit dem Befehl zpool add kann diesem Pool ein weiteres virtuelles Gerät der obersten Ebene hinzugefügt werden. Beispiel:

# zpool add mypool raidz2 c2d1 c3d1 c4d1 c5d1

Festplatten, Festplattenbereiche oder Dateien, die in nicht-redundanten Pools verwendet werden, fungieren als virtuelle Geräte der obersten Hierarchieebene. Speicher-Pools enthalten normalerweise mehrere virtuelle Geräte der obersten Hierarchieebene. ZFS verteilt Daten dynamisch mithilfe des sog. Stripe-Verfahrens über alle in der obersten Hierarchieebene befindlichen virtuellen Geräte eines Pools.

Virtuelle Geräte und die physischen Geräte, die in einem ZFS-Speicher-Pool enthalten sind, werden mit dem Befehl zpool status angezeigt. Beispiel:

# zpool status tank
  pool: tank
 state: ONLINE
 scrub: none requested
config:

        NAME        STATE     READ WRITE CKSUM
        tank        ONLINE       0     0     0
          mirror-0  ONLINE       0     0     0
            c0t1d0  ONLINE       0     0     0
            c1t1d0  ONLINE       0     0     0
          mirror-1  ONLINE       0     0     0
            c0t2d0  ONLINE       0     0     0
            c1t2d0  ONLINE       0     0     0
          mirror-2  ONLINE       0     0     0
            c0t3d0  ONLINE       0     0     0
            c1t3d0  ONLINE       0     0     0

errors: No known data errors

Behandlung von Fehlern beim Erstellen von ZFS-Speicher-Pools

Fehler beim Erstellen von Pools können in verschiedenen Situationen auftreten. Einige Fehlergründe sind sofort offensichtlich, wenn beispielsweise ein angegebenes Gerät nicht vorhanden ist, während andere Gründe nicht so einfach nachzuvollziehen sind.

Erkennen belegter Geräte

Vor dem Formatieren eines Datenspeichergeräts versucht ZFS herauszufinden, ob dieser Datenträger bereits von ZFS oder anderen Bereichen des Betriebssystems verwendet wird. Wenn der Datenträger bereits verwendet wird, sehen Sie in etwa folgende Fehlermeldung:

# zpool create tank c1t0d0 c1t1d0
invalid vdev specification
use '-f' to override the following errors:
/dev/dsk/c1t0d0s0 is currently mounted on /. Please see umount(1M).
/dev/dsk/c1t0d0s1 is currently mounted on swap. Please see swap(1M).
/dev/dsk/c1t1d0s0 is part of active ZFS pool zeepool. Please see zpool(1M).

Einige Fehler können mithilfe der Option -f ignoriert werden, die meisten Fehler jedoch nicht. Die folgenden Zustände können mithilfe der Option -f nicht ignoriert werden. Sie müssen diese Zustände manuell korrigieren:

Mounted file system (eingehängtes Dateisystem)

Der Datenträger oder einige seiner Bereiche enthalten ein gegenwärtig eingehängtes Dateisystem. Sie müssen diesen Fehler mit dem Befehl umount beheben.

File system in /etc/vfstab (Dateisystem in /etc/vfstab)

Der Datenträger enthält ein Dateisystem, das in der Datei /etc/vfstab aufgeführt, jedoch gegenwärtig nicht eingehängt ist. Zur Behebung dieses Fehlers müssen Sie die entsprechende Zeile aus der Datei /etc/vfstab entfernen bzw. diese Zeile auskommentieren.

Dedicated dump device (reserviertes Dump-Gerät)

Dieser Datenträger ist das reservierte Dump-Gerät für dieses System. Sie müssen diesen Fehler mit dem Befehl dumpadm beheben.

Part of a ZFS pool (Teil eines ZFS-Pools)

Der Datenträger bzw. die Datei gehört zu einem aktiven ZFS-Speicher-Pool. Sofern nicht mehr benötigt, entfernen Sie den anderen Pool mit dem Befehl zpool destroy. Oder verwenden Sie den Befehl zpool detach, um die Festplatte aus dem anderen Pool zu trennen. Sie können nur eine Festplatte aus einem Speicher-Pool mit Datenspiegelung trennen.

Die folgenden Überprüfungen auf Datenträgerbelegungen dienen als nützliche Warnungen und können mithilfe der Option -f manuell übergangen werden, um den Pool zu erstellen:

Contains a file system (Enthält ein Dateisystem)

Der Datenträger enthält ein bekanntes Dateisystem, obwohl es nicht eingehängt ist und nicht in Gebrauch zu sein scheint.

Part of volume (Teil eines Volumes)

Der Datenträger gehört zu einem Solaris Volume Manager-Volume.

Live Upgrade

Der Datenträger dient als alternative Boot-Umgebung für Oracle Solaris Live Upgrade.

Part of a exported ZFS pool (Teil eines exportierten ZFS-Pools)

Der Datenträger gehört zu einem Speicher-Pool, das exportiert bzw. manuell aus einem System entfernt wurde. Im letzteren Fall wird der Pool als potenziell aktiv gemeldet, da der Datenträger unter Umständen über das Netzwerk von einem anderen System belegt sein kann. Überprüfen Sie den Status vor beim Überschreiben eines potenziell aktiven Datenträgers äußerst sorgfältig.

Das folgende Beispiel zeigt die Verwendung der Option -f:

# zpool create tank c1t0d0
invalid vdev specification
use '-f' to override the following errors:
/dev/dsk/c1t0d0s0 contains a ufs filesystem.
# zpool create -f tank c1t0d0

Im Normalfall sollten Sie Fehler beheben, anstatt sie mit Option -f zu ignorieren.

Inkongruente Replikationsmethoden

Die Erstellung von Pools mit unterschiedlichen Replikationsmethoden wird nicht empfohlen. Der Befehl zpool verhindert, dass Sie versehentlich einen Pool mit inkongruenten Redundanzebenen erstellen. Wenn Sie versuchen, einen Pool mit einer solchen Konfiguration zu erstellen, wird in etwa die folgende Fehlermeldung ausgegeben:

# zpool create tank c1t0d0 mirror c2t0d0 c3t0d0
invalid vdev specification
use '-f' to override the following errors:
mismatched replication level: both disk and mirror vdevs are present
# zpool create tank mirror c1t0d0 c2t0d0 mirror c3t0d0 c4t0d0 c5t0d0
invalid vdev specification
use '-f' to override the following errors:
mismatched replication level: 2-way mirror and 3-way mirror vdevs are present

Sie können diese Fehler mit der Option -f ignorieren, obwohl dies nicht empfohlen wird. Der Befehl warnt Sie darüber hinaus auch, wenn Sie versuchen, einen Pool mit Datenspiegelung bzw. RAID-Z zu erstellen, das Datenträger unterschiedlicher Kapazität verwendet. Obwohl eine solche Konfiguration zulässig ist, führen inkongruente Redundanzebenen dazu, dass die Kapazität größerer Datenträger ungenutzt bleibt. Die Option -f wird benötigt, um die Warnung zu ignorieren.

Ausführen eines Testlaufs für die Erstellung eines Speicher-Pools

Versuche, einen Pool zu erstellen, können unerwartet und aus verschiedenen Gründen fehlschlagen, und das Formatieren von Datenträgern ist ein potentiell schädlicher Vorgang. Aus diesen Gründen verfügt der Befehl zpool create über eine zusätzliche Option (-n), mit der das Erstellen eines Pools simuliert wird, ohne das Gerät tatsächlich zu beschreiben. Mit der Option dry run wird die Belegung von Datenträgern sowie die Evaluierung der Replikationsmethoden überprüft, und es werden im Verlauf dieses Vorgangs eventuell auftretende Fehler gemeldet. Wenn keine Fehler gefunden wurden, wird in etwa die folgende Meldung ausgegeben:

# zpool create -n tank mirror c1t0d0 c1t1d0
would create 'tank' with the following layout:

        tank
          mirror
            c1t0d0
            c1t1d0

Einige Fehler werden jedoch erst angezeigt, wenn der Pool tatsächlich erstellt wird. Ein Beispiel für einen solchen häufig auftretenden Fehler ist die mehrmalige Angabe eines Datenträgers in der gleichen Konfiguration. Dieser Fehler kann erst beim tatsächlichen Schreiben von Daten zuverlässig erkannt werden. Aus diesem Grunde kann es sein, dass mit dem Befehl zpool create -n eine erfolgreiche Ausführung gemeldet wird, aber der Pool nicht erstellt werden kann, wenn der Befehl ohne diese Option ausgeführt wird.

Standard-Einhängepunkt für Speicher-Pools

Bei der Erstellung eines Speicher-Pools ist /pool-name der Standard-Einhängepunkt für das Dataset der obersten Hierarchieebene. Dieses Verzeichnis darf noch nicht vorhanden oder muss leer sein. Falls das Verzeichnis noch nicht existiert, wird es autoamtisch erstellt. Wenn das Verzeichnis leer ist, wird das Root-Dataset in dieses vorhandene Verzeichnis eingehängt. Mithilfe der Option -m des Befehls zpool create können Sie Pools mit anderen Standard-Einhängepunkten erstellen. Beispiel:

# zpool create home c1t0d0
default mountpoint '/home' exists and is not empty
use '-m' option to provide a different default
# zpool create -m /export/zfs home c1t0d0

Mit diesem Befehl wird der neue Pool home sowie das Dataset home mit dem Einhängepunkt /export/zfs erstellt.

Weitere Informationen zu Einhängepunkten finden Sie unter Verwalten von ZFS-Einhängepunkten.

Löschen von ZFS-Speicher-Pools

Pools werden mit dem Befehl zpool destroy gelöscht. Dieser Befehl löscht einen Pool auch dann, wenn er eingehängte Datasets enthält.

# zpool destroy tank

Achtung

Achtung - Seien Sie beim Löschen von Pools äußerst vorsichtig. Stellen Sie sicher, dass der richtige Pool gelöscht wird und Sie Sicherungskopien der Daten dieses Pools erstellt haben. Falls versehentlich der falsche Pool gelöscht wurde, kann er eventuell wiederhergestellt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Wiederherstellen gelöschter ZFS-Speicher-Pools.


Löschen eines Pools mit fehlerhaften Geräten

Wenn ein Pool gelöscht wird, müssen Daten auf den Datenträger geschrieben werden, um anzuzeigen, dass der Pool nicht mehr verfügbar ist. Diese Statusinformationen verhindern, dass beim Durchführen von Imports diese Datenspeichergeräte als potenziell verfügbar angezeigt werden. Auch wenn Datenspeichergeräte nicht verfügbar sind, kann der Pool gelöscht werden. Die erforderlichen Statusinformationen werden in diesem Fall jedoch nicht auf den nicht verfügbaren Datenträgern gespeichert.

Nach einer entsprechenden Reparatur werden diese Datenspeichergeräte bei der Erstellung neuer Pools als potenziell aktiv gemeldet. Sie werden als verfügbare Geräte angezeigt, wenn Sie nach Pools suchen, die importiert werden sollen. Wenn ein Pool so viele fehlerhafte Datenspeichergeräte enthält, dass der Pool selbst als fehlerhaft erkannt wird (d.h. das Gerät der obersten Hierarchieebene ist fehlerhaft), gibt der Befehl eine Warnmeldung aus und kann ohne die Option -f nicht fortgesetzt werden. Diese Option ist erforderlich, da der Pool nicht geöffnet werden kann und somit nicht bekannt ist, ob dort Daten gespeichert sind. Beispiel:

# zpool destroy tank
cannot destroy 'tank': pool is faulted
use '-f' to force destruction anyway
# zpool destroy -f tank

Weitere Informationen zum Funktionsstaus von Pools und Datenspeichergeräten finden Sie unter Ermitteln des Funktionsstatus von ZFS-Speicher-Pools.

Weitere Informationen zum Importieren von Pools finden Sie unter Importieren von ZFS-Speicher-Pools.